Grey’s, ER und Scrubs – die Helden meiner Studienzeit!

Hallo Leute, 

vor einigen Tagen habe ich mir mal wieder die alten Folgen von Scrubs reingezogen. I love it! Wenn Dr. Cox J.D. einen gehörigen Einlauf verpasst, der ganz sicher nichts mit einer medizinischen Maßnahme zu tun hat könnte ich mich vor Lachen in die Ecke werfen. Aber auch Grey’s Anatomy oder Emergency Room (ER), das George Clooney Seriendebüt sind wahre Klassiker und haben mich während des Studiums mit Motivation versorgt, die mir sonst an so mancher Stelle gefehlt hätte. Es war damals so einfach sich vorzustellen, dass das Leben eines Arztes wirklich so funktioniert, wie in den Serien gezeigt. Der Alltag eines Assistenzarztes – zwischen OP und Bereitschaftsbett …  Das stimmt zwar, vorausgesetzt, man hat sich für ein operatives Fach entschieden, nur benötigt man die Zeit im Bett meistens für ein dringendes Schlafbedürfnis und nicht dafür herauszufinden, welche Kollegin oder welcher Kollege … na ja, ihr wisst ja worauf ich hinaus will.

Auch reagieren die meisten Oberärzte nicht in Ansätzen so cool, wie Dr. Cox, wenn der junge Padawan mal was nicht weiß oder eine dumme Frage stellt. Den klassischen Coxschen Ohrschnipser gibt es nicht. Dafür manchmal ein entnervtes Augenrollen gepaart mit einer ordentlichen Portion Ignoranz. Der Wahrheit am nächsten kommt vermutlich die Serie Emergency Room. Wer die noch nicht gesehen hat; ich kann’s nur empfehlen!

Aber trotz alledem ist der Alltag eines Arztes, auch eines Anfängers toll. Jeder Gang zu einem neuen Patienten eröffnet neue Erfahrungen und hält neues Wissen bereit. Denn eine Wahrheit, die uns die ganzen Arztserien vermitteln wollen, stimmt: Als Neuling weißt du im Grunde gar nichts. Sechs Jahre Studium, ein hammermäßiges Hammerexamen und du fühlst dich wie der Neue im Fortgeschrittenenschwimmkurs – hoffentlich merkt keiner, dass du gar nicht schwimmen kannst. An diesen Tagen habe ich mich dann oft gefragt, wieso uns die Regisseure und Produzenten eigentlich über so viele Jahre verarscht haben. Manchmal willst du schreien: „Hey, das läuft aber im Sacred Heart ganz anders!“ Und dann wird dir klar, wie blöd allein der Gedanke ist.

Wir haben uns während des Studiums oft am Abend getroffen um zusammen Arztserien zu gucken und uns auf den Tag zu freuen, an demwir endlich in die Rolle des Anfängers schlüpfen und schnell allen zeigen können, wie sehr wir es doch drauf haben und dass es doch überhaupt kein Problem ist in der ersten Woche einen Blinddarm zu operieren, wie es seinerseits der gute George (Grey’s Anatomy, erste Folge, erste Staffel) so mustergütig versaut hat. Und wenn du dann am Tisch stehst, einen coolen Oberarzt hast, der dich den Bauch zunähen lässt und dir die OTA (Operationstechnische Assistentin) die Hand halten muss, damit dein Zittern nicht dafür sorgt, dass der arme Kolektomiepatient (Darmentfernung) nicht für den Rest seines Lebens mit einer Zickzacknarbe am Bauch rumlaufen muss, spätestens dann wird die klar: Du fängst wieder ganz bei Null an!

In diesem Sinne wünsche ich euch eine schöne Woche, bleibt mir gesund, lasst mir ein paar likes, follows und shares da und macht’s gut,

Euer Falk.