Hitzeschock!

Hallo Leute,

ächz, stöhn, seufz …

geht es euch auch so? Draußen ist die Vorhölle ausgebrochen und grillt uns alle bei angenehmen 35 Grad im Schatten. Manch ein Spitzenkoch mag vielleicht schon auf die Idee gekommen sein, das Filetsteak einfach nach draußen auf die Terrasse zu legen. Nach ein paar Stunden dürfte es gaumenzart gegart sein.

Was für die biologische Textur eines Rinderfilets schlecht ist, das findet vermutlich auch unser Körper nicht besonders erbaulich. Der Sommer ist toll, keine Frage, aber die Hitze ist gefährlich. Und nicht nur die. Auch der Solarindex ist in diesen Tagen besonders hoch, was nichts anderes bedeutet, als dass die Gefahr eines Sonnenbrandes durch die Decke schießt. Und da jeder Sonnenbrand wiederum die Gefahr für schwarzen Hautkrebs, eine wirklich fiese Krebsart, erhöht sollte man sich ein paar Minuten Zeit nehmen um sich Gedanken darüber zu machen welche besonderen Maßnahmen wir wegen der Hitze treffen sollten. Wir haben mal versucht das Ganze zusammenzufassen:

  1. Genug trinken: Bei diesen Temperaturen braucht ihr gut und gerne ein Drittel mehr Flüssigkeit als unter normalen Umständen. Gerade ältere Menschen können gefährlich austrocknen. Also motiviert eure Großeltern oder andere Oldies in eurer Umgebung dazu zu trinken. Und hierbei gilt natürlich: Nur Wasser ist Flüssigkeit, Wasser und ungesüßter Tee. Alles andere entzieht dem Körper im Zweifel mehr vom feuchten Nass, als es ihm zuführt.
  2. Sonnencreme, Sonnencreme, Sonnencreme: Und hier mindestens Lichtschutzfaktor 30. Leider reicht es auch nicht, das Zeug einmal am Tag auf die Haut zu schmieren, fertig. Regelmäßig Nachcremen ist Pflicht. Für Babys unter einem Jahr gilt: Sonne komplett meiden, wenn ihr nicht wollt, dass eure Kinder später mal Stammgast beim Dermatologen ihres Vertrauen werden.
  3. Keine belastenden Sportarten: Auch wenns Spaß macht – alles, was euch zum Schwitzen bringt ist tabu. Erlaubte Sportarten sind: Schach, Taschenbillard und Extreme-Rummhänging. Selbst der gute, alte Sex kann bei 35 Grad zum echten Problem werden.
  4. Keine zu krassen Temperaturwechsel: Langsam aber sicher haben wir uns an den Klimawandel gewöhnt. In immer mehr Häusern, gerade in öffentlichen Gebäuden, sind Klimaanlagen angebracht. Das ist zwar im wahrsten Sinne des Wortes eine coole Sache, kann einen aber auch ganz schön krank machen. Wenn drinnen 20 und draußen gefühlte 45 Grad sind, dann ist die Sommergrippe vorprogrammiert. Grund hierfür sind vermutlich die Blutgefäße in den Nasenschleimhäuten, die sich bei Kälte reflektorisch zusammenziehen und so die Blut- und damit auch die Abwehrzufuhr in diese Bereiche begrenzten.
  5. Nur das Nötigste tun: Die Bewohner südlicher Gefilde wissen eigentlich ganz gut, wie es im Optimalfall geht. Nicht umsonst arbeiten sie in der Mittagshitze kaum. Siesta nennt sich das und ist ne tolle Angelegenheit. Es hindert den Körper daran zu stark zu dehydrieren, gönnt ihm eine Pause und schützt vor Überhitzung. Einfach mal probieren! Wenn der Chef meckert: Sonnenhut ins Gesicht ziehen und weghören!
  6. Sich, nach Möglichkeit drinnen aufhalten: Dort ist es ohnehin viel angenehmer.
  7. Aufpassen mit Alkohol: Dehydration und Alkohol? Da können wir vom Rettungsdienst ein Lied von singen. Wir, und die A…löcher, die das bei den Betrunkenen Frauen dann ausnutzen. Kurzum: Der Alkohol wirkt viel stärker und macht euch, im besten Fall einen hammermäßigen Kater. Im Schlimmsten fragt ihr euch am nächsten Morgen, wo um alles in der Welt ihr seid und wie ihr dahin gekommen seid und wo eure Hose, aber das ist eine andere Geschichte …
  8. Keine Tiere oder Kinder im Auto lassen: Passiert leider immer wieder – mit tödlichem Ausgang. Macht doch mal ein kleines Experiment und schaltet den Motor im Auto ab. Kein Motor, keine Klimaanlage. Ihr werdet es keine fünf Minuten in dem Brutkasten aushalten. Wieso soll das bei Tieren und Kindern anders sein? Wenn ihr ein, im Auto eingeschlossenes Tier oder ein Kind seht – nicht zögern: Sofort Polizei und Rettungsdienst anrufen. Das kann Leben retten.

So, wir hoffen die Tipps helfen euch ein Bisschen durch die heißen Tage.

Bis bald,

Marius und Falk.